Oder wie der waschechte Sylter sagt “Moin”, zu jeder und wirklich jeder Tages und Nachtzeit…
Ich wollte morgens einfach nur Brötchen holen, kam zu dem tollsten aller Bäcker auf Sylt und kaum betrat ich die Ladenschwelle, überstürzte mich ein laut schallendes “Moooiiin” von der circa 17 jährigen Bäckereifachverkäuferin…. Ich antwortete mit einem ruhigen aber bestimmten “Morgen”, da es mir nicht so überdreht und zu diesem Anlass doch angebrachter vorkam….
Kaum hatte ich dieses Unwort ausgesprochen, schwappte ihre Stimmung von Fröhlich-Melancholisch hinzu Angesäuert-Frigide um, ich sah also schleunigst zu dass ich meine sechs Schnittbrötchen oder wie die auch immer hießen orderte und verließ im Anschluss, mit schnellem Schritte den Laden.
Zu Hause angekommen knurrte uns schon der Magen, denn derweil war es ja fast schon Mittag und wir stopften förmlich die Schrippen in uns rein (schön viel Butter und dick wurst, denn Seeluft macht bekanntlich hungrig, und wir wollten es und schließlich auch gut gehen lassen).
Gut vorgesorgt hatten wir zum Glück, und zwar so gut, dass wir hätten, mit jedem auf der Insel ansässigen Metzger mithalten können…. Nach ungefähr einer halben Stunde, drei Brötchen und je einem Liter frischem Kakao entschieden wir uns ersteinmal dazu (wetterbedingt) noch ein Weilchen mit Schlafen zu verweilen, um im Anschluss, doch mal wieder die Promenade, trockenen Fußes begehen zu können um zu sehen und wie es auf diesem Eiland üblich ist gesehen zu werden…..
Nach einer weiteren riesigen “Fressorgie” am Abend entschieden wir uns nach einer halben Flasche Pernot mit Cola und dem ein oder anderem Bier, die örtliche Discothek zu besuchen… was sich allerdings mehr oder weniger als ein größerer Kellerraum herausstellen sollte. Die 5€ Eintritt erschienen uns daher mehr als übertrieben und die Preise für ein Becks in der Flasche von 3,50€ und einem heiß geliebten Wodka-Energy für Schlappe 8,50€ brachten uns auf den Gedanken diesen Laden schnellst möglich wieder zu verlassen, denn auch das Angebot an hübschen und nicht an einen Freund gebundenen Insulanierinnen schien hier versiegt zu sein…..
Gesagt – getan!
In etwa 10 Minuten schafften wir unseren Heimweg, zu Hause angekommen legten wir uns beschwipps und mit einer Gelassenheit wie wir es sonst nur von intensiven Internetsitzungen und Programmierorgien her kannten ins Bett und wachten am Sonntag morgen erst zu einer unchristlichen Zeit von 13:00Uhr wieder auf….
Julian
Urlaub, Urlaub, Urlaub – ja so war das letztens….
Und endlich ging es am Donnerstag letzter Woche los, erst einmal einen Zwischenstop in Hameln machen und am darauf folgenden Tag auf, auf nach Westerland.
Genau diese eine Liebe wird nie zu Ende gehen etc. pp. Naja gut die ersten Tage waren in Ordnung Sommer, Sonne, Sonnenschein –
Der Strand war in ein wunderschönes weiß getaucht, der Wellengang animierte uns zum schwimmen und leicht bekleidete Damen zwangen uns dazu, auch mal einige Minuten nicht im Wasser, sondern am heißen Strand zu verweilen.
Doch sollte diese phantastische Urlaubsstimmung nach bereits drei Tagen ihren Abbruch in einem apokalyptischen Gewitter finden.
- Ja ganz genau, diese Gewitter wo man denkt die Welt geht unter,oder der nächste Blitz trifft unser Haus…(hoffentlich blieb der Strom nicht weg – ansonsten wäre es für uns Internetjunkies eine regelrechte Qual gewesen sich mit sich selbst zu beschäftigen und wohl möglich noch länger als eine Stunde zu unterhalten
)
Feuerwehrsirenen gaben sich in der Dämmerung ein „Stell-Dich-Ein“ – Keller wurden leer gepumpt und gehbehinderte Senioren auf Huckepack vom Strand -> Direkt über die Dünen getragen um ihr Hotelzimmer sicher und trockenen Fußes zu erreichen
So das war schon einmal eine kurze Impression, morgen gehts dann weiter und ich leg mich jetzt erstmal hin…..
Julian








