Ich gehe ja normalerweise zu Fuß zur Arbeit. Der Weg ist sehr beschwährlich und ganze sieben Minuten lang. Er führt über eine vielbefahrende Bundesstrasse und dann durch ein Loch in einer Hecke, einen kleinen Hügel hinab. Im Winter fast nicht zu durchqueren, selbst mit schwerem Schuhwerk. Matschig, nass, rutschig, steil, dunkel. DAS Loch! Schlimm.
Aber was ich gestern erleben durfte übertrifft das ganze noch. Ich bin ja auch schon ein-, zweimal im Berufsverkehr gefahren, aber gestern.. ne schön war das nicht. Ganze 60 Kilometer, morgens um 8 Uhr, von Höxter nach Hameln.
Schon nach kurzer Fahrt merkt man, dass Berufsverkehr eine ganz andere Baustelle ist, als am Wochenende schön spät durch zu rauschen. Unmengen an Autos und LKWs bahnen sich da den Weg an der Weser entlang. Überholt wird als gebe es kein Morgen. Gegenverkehr scheiß egal. Bei manchen Überholvorgängen fehlt nur noch ein Meter und dann wäre Ende im Gelände. Aber wahrscheinlich passiert im Berufsverkehr statistisch weniger, als an einem Sonntag Nachmittag.
Aber trotzdem für mich ist das nichts. Ganz ehrlich. Ich weiß meine sieben Minuten jetzt besser zu schätzen.









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